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Innovationen als Booster für die Region

Der Technologie Campus Parsberg-Lupburg und das Digitale Gründerzentrum Parsberg blicken auf ein herausforderndes, aber dennoch positives Jahr 2021 zurück. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen konnte der Campus und das Gründerzentrum im Bereich der Forschungs- und Entwicklungsbelange von Unternehmen aber auch in der Startup- und Gründer-Szene der Region erfolgreich Fuß fassen und vielversprechende Kooperationen angehen.

Das Interesse regionaler und überregionaler Firmen an gemeinsamen Projekten ist sehr groß. Am Technologie Campus werden momentan öffentliche Projekte mit einem Gesamtwert von 3,7 Mio. € bearbeitet. Der Anteil an Fördergeldern für die Firmen ist dabei nicht unerheblich: rund 4 Mio. € kommen den Kooperations- und Industriepartnern für deren Projektbeteiligung zugute. Die dort erforschten Belange dienen dem langfristigen Unternehmenserfolg und auch einem Wissensvorsprung gegenüber dem Wettbewerb.

„Wir sind stolz auf die positive Entwicklung unseres Campus. Das große Interesse unserer Projektpartner bestätigt uns als dezentralen Forschungsstandort. Das Potenzial für weitere Kooperationen mit regionalen Unternehmen ist noch lange nicht ausgeschöpft“, so Anton Schmailzl, operativer Leiter des Technologie Campus. „Unser Ziel ist es, diese Kontakte mittels gemeinsamer Projekte aufzubauen und zu intensivieren, um so einen Fortschritt für die Region zu erzielen.“

Neben den öffentlichen Projekten werden am Campus auch Auftragsforschungs-Projekte für Firmen und Dienstleistungen in Form von z. B. Materialprüfungen bearbeitet. Durch die zahlreichen Projekte konnte das Personal am Campus innerhalb kürzester Zeit nahezu verdoppelt und kompetent besetzt werden. Ein weiteres Ziel des kooperativen Forschungsstandorts bestehend aus der TH Deggendorf und der OTH Regensburg ist es, Forschung und Wissenschaft für Unternehmen und Menschen in der Region erlebbar und nahbar zu machen. Dies wurde 2021 in diversen Wissenstransfer-Veranstaltungen bereits umgesetzt – in Zusammenarbeit mit dem Gründerzentrum und seinen Startups kann hierbei auf innovative Ansätze und Know-how „outside the box“ zurückgegriffen werden.

Das Fazit nach dem zweiten Jahr fällt auch im Gründerzentrum sehr positiv aus: „Es zeigt, dass man mit innovativen Ideen auch in der anhaltenden Ausnahmesituation gute Ideen in die Tat umsetzen kann – wenn man die richtige Unterstützung erhält und passend gefördert wird“, so Thomas Brandl, Projektleiter des Gründerzentrums. Zahlreiche Gründerteams wurden in den ersten beiden Jahren intensiv betreut. Von regelmäßiger Beratung zum Businessplan, über die passende Finanzierung oder dem Vermitteln wertvoller Kontakte. Aus vielen der Ideen sind mittlerweile Startups mit ersten eigenem Büros direkt am Campus geworden. Einige konnten bereits erste Mitarbeitende einstellen, andere haben sogar Gründerwettbewerbe gewonnen oder erhielten den Zuschlag für finanziell lukrative Förderprogramme. Mittlerweile umfasst die Gründercommunity bereits über 30 Personen, die regelmäßig am Campus ihre Ideen vorantreiben. Da verwundert es nicht, dass nur noch ein einzelnes Büro frei ist.

Nicht alle Gründungsideen konnten weiterverfolgt werden oder waren bisher einfach erfolglos. „Wir versuchen die Potenziale in jedem Team zu wecken und die potenziellen Startups von Morgen auf das nächste Level zu heben. Natürlich wäre es schön, wenn aus allen Ideen ein erfolgreiches Unternehmen wird, das durch die Decke geht. Das funktioniert aber leider nicht immer“, erläutert Thomas Brandl.

Die Pläne des Gründerzentrums und Technologie Campus für das Jahr 2022 sind vielfältig. Neben einer monatlichen Sprechstunde für Gründer:innen, die gemeinsam mit der IHK angeboten wird, ist einiges geplant: eine Webinarreihe zum Thema Think Digital und Megatrends, eine Job- und Gründermesse am Campus, die MINT-Days, bei denen Schulen den Campus und das Gründerzentrum besuchen können sowie eine zweite Digitalwoche mit spannenden Workshops für Unternehmen und interessierte Personen zu diversen Themen rund um Künstliche Intelligenz, Big Data, Digitalisierung, Forschung etc..

Bis zum Sommer werden weitere digitale Angebote geschaffen, bei denen sich Gründer*innen und Unternehmen wichtiges Know-how aneignen und sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Sofern es Corona erlaubt sind auch für einen späteren Zeitpunkt weitere Veranstaltungen vor Ort geplant.

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