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Judith Gerlach besucht Digitales Gründerzentrum

Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Digitales, war zu Besuch im Digitalen Gründerzentrum am Technologie Campus Parsberg und nutzte die Gelegenheit sich mit Gründer:innen aus der Region auszutauschen.

Obwohl gleichzeitig eine wichtige Sitzung des Schulverbandes auf seinem Terminkalender stand, ließ es sich Bürgermeister Josef Bauer (CSU) nicht nehmen, die Staatsministerin zusammen mit Projektleiter des Digitalen Gründerzentrums Thomas Brandl und Campusleiter Anton Schmailzl, persönlich zu begrüßen. „Die Stadt Parsberg hat sich der Digitalisierung verschrieben und deswegen ist es sehr erfreulich, dass uns heute die bayerische Digitalministerin besucht“, sagte der Bürgermeister.

Die Gründer der Tecount GmbH, die gemeinsam mit den Hochschulen unter anderem an einem Modul zur Erfassung von Fahrgastzahlen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr arbeiten, sowie die Geschäftsführer der oh snap! GmbH, die zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels die Internetplattform „Termineinkauf.de“. ins Leben gerufen haben, stellten ihre Startups vor. Gerlach verwies darauf, dass die Potenziale von digitalen Geschäftsmodellen für Wirtschaft und Gesellschaft enorm sind und sagte: „Digitale Gründer müssen in vielen Bereichen neue Wege beschreiten. Gründerzentren und Technologie-Campi helfen dabei enorm in der Umsetzung. Hier gelingt eine Zusammenarbeit des Gründerzentrums mit den Hochschulen und eine unternehmerische Begleitung durch Akteure in der Gründungsförderung.“

„Eine gute Sache, die durchaus auch Vorbild für andere Kommunen sein könnte.“ sagte die Ministerin zu der Laber-Naab-Infrastruktur GmbH, die ihr von Geschäftsführer René Meyer vorgestellt wurde und der mittlerweile insgesamt 48 Kommunen aus den Landkreisen Neumarkt und Regensburg als Gesellschafter angehören. Mitnehmen durfte sich Gerlach die Wünsche der Unternehmensgründer nach einem Abbau von bürokratischen Hürden und vom Campus-Geschäftsführer nach angepassten und schnellen Förderverfahren.

Im Rahmen einer Gesprächsrunde machte Thomas Brandl deutlich, dass die Dynamik am Standort trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie deutlich zu spüren ist. So hätten sich im Gründerzentrum bereits zahlreiche Startups, insbesondere solche mit digitalen Geschäftsideen, angesiedelt. Anton Schmailzl präsentierte der Ministerin ein Projekt mit dem Namen „ThinkDigital“, das mit 497.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird, mit dem Ziel die Netzwerkaktivitäten zwischen Hochschulen und Unternehmen zu verbessern. „Wir bringen hier verschiedenste Akteure an einen Tisch: Unternehmer der Region mit unterschiedlichsten Geschäftsmodellen, junge Startups aus dem Gründerzentrum und wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule“, so Schmailzl und weiter: „Im Konkreten geht es dabei um die Themenbereiche Digitalisierung in der Fertigung, Digitalisierung in Service und Sales und Digitalisierung zur Wissensarchivierung.“

Vor dem Termin in Parsberg besuchte Ministerin Gerlach übrigens das Regionalzentrum für Künstliche Intelligenz an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Dabei ging es unter anderem um das bayerische Modellprojekt „KI-Transfer Plus – Regionalzentren für Bayerns Mittelstand“. Hier geht es darum, dass künstliche Intelligenz auch für mittelständische Unternehmen bahnbrechende Vorteile bieten kann, beispielsweise in den Bereichen automatisierter Wareneingang im Handel oder einfachere Mitarbeitereinsatzplanung. Und um die Frage, wie können gerade kleine und mittlere Unternehmen am besten dabei unterstützt werden, künstliche Intelligenz für ihren Betrieb konkret nutzbar zu machen. Im Rahmen des einjährigen Modellversuchs an der OTH Regensburg soll in der Region Oberpfalz ein Modell für „KI-Regionalzentren“ untersucht werden. Dazu Gerlach: „Von der Optimierung von Lieferrouten bis zum Vergleich tausender unterschiedlicher Bauteile – viele Unternehmen kämpfen mit hochkomplexen Problemen, für die künstliche Intelligenz passende Lösungen bieten kann. Gerade kleinere Betriebe tun sich aber oft schwer, einen Zugang zu dieser Zukunftstechnologie zu finden. Mit dem Modellprojekt ´KI-Transfer Plus´ wollen wir untersuchen, wie diese Betriebe auf das große Knowhow vieler bayerischer Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen zugreifen können.“

Fotos und Text: Werner Sturm

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