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Co-Working am Technologie Campus und Gründerzentrum Parsberg

Ab sofort gibt es am Technologie Campus die Möglichkeit Co-Working Arbeitsplätze anzumieten, eigener Schreibtisch und Highspeed-Internet inklusive. Bis zum Jahresende können diese sogar kostenfrei getestet werden.

 

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In dem dreijährigen Projekt arbeiten der Technologie Campus Parsberg-Lupburg, die Universität Passau, die PCO AG in Kelheim sowie die Fritzmeier Umwelttechnik GmbH aus Großhelfendorf zusammen. Ziel ist es, mit künstlicher Intelligenz in der Bildverarbeitung und dem Einsatz von neuartigen Wärmebildkameras das Wachstumszentrum von Unkräutern zuverlässig zu identifizieren. Im Rahmen des Förderaufrufs "Künstliche Intelligenz (KI) in der Landwirtschaft, Lebensmittelkette und in ländlichen Räumen" hat der Technologie Campus einen Förderantrag gestellt. Wie Karl und Campus-Geschäftsführer Anton Schmailzl, zugleich Projektleiter, erklärten, wird "KIdetect" im Gesamten mit Fördermitteln in Höhe von 880000 Euro gefördert. Der Technologie Campus erhält davon 37764 Euro. Karl überreichte Schmailzl neben dem Förderbescheid auch ein Schreiben von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), in welchem sie betont, dass Technologien, die künstliche Intelligenz nutzen, für die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft ein großes Potenzial besitzen. "Durch ihren Einsatz kann ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, mehr Tierwohl, mehr Wettbewerbsfähigkeit und mehr Nahrungsmittelsicherheit geleistet werden, ländliche Räume können durch innovative Vorhaben als attraktive Lebens- und Wirtschaftsräume erhalten und weiterentwickelt werden", schreibt die Ministerin.

Karl unterstrich in seiner Rede die Bedeutung des Einsatzes von künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft. "Das Projekt zeigt, dass die Nahrungsmittelerzeugung in Zukunft deutlich umweltschonender erfolgen kann, indem Unkräuter selektiv entfernt werden und der Einsatz von Herbiziden deutlich reduziert oder gegebenenfalls gänzlich entfallen kann, ganz im Sinne der Umwelt und nachhaltigen Bewirtschaftung", sagte er und betonte: "Ich freue mich überaus, dass man sich bei uns in der Region solch visionäre Ziele steckt. " Der Technologie Campus Parsberg-Lupburg ist noch nicht einmal zwei Jahre in Betrieb und schon können Fördermittel des Bundes in Anspruch genommen werden. "Einen derartigen Start hätten wir uns zu Beginn nicht vorstellen können", erklärte dazu Bürgermeister Josef Bauer (CSU) auch im Namen seines Lupburger Amtskollegen Manfred Hauser (CSU).

Der Campus ist zwischenzeitlich mit knapp 30 Mitarbeitern der Hochschulen gut gefüllt. Hinzu kommen noch rund 20 Gründer und Gründungswillige am digitalen Gründerzentrum. Unternehmen in der Region wird hier durch gemeinsame Forschungsprojekte ein Wettbewerbsvorteil verschafft und die generierten Lösungsansätze münden gegebenenfalls auch in Unternehmensgründungen. Deswegen betonten auch die stellvertretende Landrätin Susanne Hierl (CSU), der Präsident der Ostbayerisch Technischen Hochschule Regensburg, Professor Wolfgang Baier, sowie der Vizepräsident der Technischen Hochschule Deggendorf, Professor Andreas Grzemba, die hohe Bedeutung der Einrichtung für die gesamte Region.

Schmailzl stellte das Projekt näher vor. "Es soll ein Vertical-Farming-System, eine Art klimatisierter Container mit Pflanzregalen, entstehen", erklärte er. Hier könnten Unkräuter gezielt angepflanzt werden, ganzjährig und unter kontrollierten Bedingungen. Darüber hinaus sollen darin die Unkräuter auch vollautomatisch fotografiert werden. Dabei bestehe der große Vorteil in den kontrollierbaren Lichtverhältnissen bei der Bildaufnahme und in der Möglichkeit über die gesamte Laufzeit des Projekts hinweg eine große Anzahl an Bildern aufzunehmen, die zum Anlernen der Künstliche-Intelligenz-Algorithmen notwendig seien.

Foto und Text: Werner Sturm

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